Der wandelnde Schreck

Riesengespenstschrecken und wandelnde Blätter

Die Materialbibliothek der Forscherstation hat neue Mitbewohner. Vor kurzem sind vier Riesengespenstschrecken und zwei wandelnde Blätter in zwei Terrarien eingezogen. Die Exoten können auch auf einen Besuch mitgenommen werden.
Eine kurze Geschichte am Anfang, in der evtl. die Heimat und Merkmale der Tiere vorkommen, erleichtert das erste Kennenlernen. Anschließend können die Kinder die Tiere beschreiben und malen.
Anhand der kleinen Mitbewohner können Kinder lernen, gut zu beobachten. Vielleicht haben sie auch Spaß daran, ein Beobachtungs-Tagebuch zu schreiben. Noch besser beschreiben kann man die Tiere, wenn man sie sich genau mit einer Lupe ansieht.
Wenn die Kinder sich trauen, können sie die Tierchen vorsichtig auf die Hand nehmen, sie auf ihren Armen hochlaufen lassen oder sie sogar auf ihre Schultern und Beine setzen. Interessant zu beobachten ist, dass die wandelnden Blätter immer nach oben klettern wollen. Besonders gut ist dies zu sehen, wenn man ihnen einen Stock über den Kopf hält.
Sicherlich ist es eine große Herausforderung für die Kinder, die Tiere genau zu beschreiben. Sie können die Tiere malen und zu Hause fragen, wer sie anhand des Bildes erkennt. Oder sie versuchen, einem anderen Kind ein wandelndes Blatt so zu beschreiben, dass das Kind es malen kann ohne hinzusehen.
Natürlich brauchen die Insekten auch Pflege. Alle ein bis zwei Tage wird der Boden mit Wasser befeuchtet und alle drei bis vier Tage brauchen sie neue Brombeerzweige und Wasser. Die Kinder können ein Pflegeheft anlegen, in dem sie festhalten, wie die Tiere versorgt und gepflegt werden müssen. Sie können auch Dienste verteilen: Wer ist für das Einsprühen zuständig? Wer für die frischen Zweige? Zur Dokumentation des Insektenbesuchs kann man Fotos machen, die Kinder können Bilder malen oder man sammelt Aussagen der Kinder, wie ihnen der Umgang mit den Tieren gefallen hat.

 

 

Fotos: Forscherstation

Buchtipps:

Wer mehr über das Leben von „Fliege, Falter, Honigbiene“ erfahren will, ist mit dem Buch von Virginie Aladjidi (ab fünf Jahren) gut beraten. Dort finden sich realistische Zeichnungen mit kurzen Informationstexten zum Lebensraum und Lebenszyklus der Insekten – auch zum wandelnden Blatt und der Gespenstschrecke. Das Buch lädt besonders zum genauen Hinsehen und Beobachten ein.

Über den Nestbau und die Brutfürsorge gibt „Höhlen knabbern, Nester bauen“ von Anne Möller Auskunft und zeigt, wie liebevoll Käfer und Bienen für ihren Nachwuchs sorgen. Die sonst so verschlossene Welt der Insekten scheint kleinen Menschen ab fünf Jahren plötzlich ganz nah, ohne dass das Tun der kleinen Krabbler vermenschlicht wird. Ausgehend von diesem Buch können viele Beobachtungen in der Natur angestellt werden und sicher können Sie spannende philosophische Gespräche über das Leben mit den Kindern führen.

Das Experiment des Monats zum Download hier (PDF).

 

 

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